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Musikgottesdienst am Ostersonntag--- Evangelische Kirchengemeinde Essen-Kupferdreh

Bauarbeiten

Jetzt sind sie im vollen Gange, die Sanierungsarbeiten an Kirche und Pfarrhaus. Der unansehnliche Schuppen und die zugemauerten Rundbögen sind bereits Geschichte.

Im Februar hatte der Bauausschuss bei einem Sachverständigen ein Gutachten erbeten, um festzustellen, was an Kirche und Pfarrhaus getan werden muss. Das Ergebnis des Gutachtens hat den Bauausschuss zum schnellen Handeln veranlasst. Es wäre nicht mehr zu verantworten gewesen, die Arbeiten ins nächste Jahr zu verschieben. Dies hätte nur zu weiteren Kostensteigerungen geführt. Jetzt erhalten das Dach der Christuskirche und des Pfarrhauses eine komplett neue Deckung und eine bessere Isolierung. Außerdem werden an beiden Gebäuden die Fassaden saniert. Durch die bröckeligen Fugen dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk. Die dadurch bewirkten Schäden in Sakristei und Chorraum der Kirche sind mittlerweile unübersehbar. Im Zuge der Fassadensanierung sollen auch die Fenster des Pfarrhauses komplett ausgetauscht werden, zum Teil ist dort noch Einfachverglasung vorhanden. Mit der Dachsanierung ist eine Erneuerung der Dachentwässerung verbunden, die wiederum zwingend die Sanierung der Grundleitungen auf dem gesamten Kirchengrundstück zur Folge hat. Die Grundleitungen waren schon vor einiger Zeit von einem Sachverständigen per Kamerabefahrung auf Schäden untersucht worden. Dabei hat sich gezeigt, dass sie in einem katastrophalen Zustand sind.

Jetzt werden alle Arbeiten in einem Zug ausgeführt. Eine ursprünglich angedachte Realisierung in zwei Abschnitten, wäre erheblich teurer geworden. Die Kosten der Sanierung werden aus Rücklagen der Gemeinde und aus dem Erlös der Immobilienverkäufe (Pfarrgarten Dixbäume 87 A, Gemeindehaus „Karl-Funke-Stiftung“, Martin-Luther-Haus und Grundstück Johannes-Böttcher-Haus) bestritten.

Nachdem der Kreissynodalvorstand und die Landeskirche ihre Zustimmung gegeben hatten, wurden Aufträge an die Handwerker vergeben. Den Sommer und Herbst hindurch stehen Gerüste rund um Kirche und Pfarrhaus. Ende November werden die Arbeiten hoffentlich abgeschlossen sein. Die Gemeinde hat in zweifacher Hinsicht Glück: Zum einen verfügt sie über einen kompetenten Bauausschuss, wobei hier besonders Herr Dr. Sager und Herr Dusse zu nennen sind. Zum anderen befindet sich die Maßnahme bei der verantwortlichen Architektin Ulrike Schulschenk in guten Händen. Frau Schulschenk ist in der Gemeinde und in der Evangelischen Kirche in Essen keine Unbekannte: Sie hat unter anderem das Haus der Kirche am Salzmarkt saniert; und vor drei Jahren hatte das Kupferdreher Presbyterium sie um Vorschläge für neue gemeindliche Versammlungsräume gebeten. Mancher erinnert sich vielleicht noch an die großen Tafeln mit Entwurfsvarianten, die an der Wand unter der Empore standen.

Ganz ohne Beeinträchtigungen für das Gemeindeleben wird die Sanierungsmaßnahme sicher nicht abgehen, aber wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, hat die Gemeinde hoffentlich erst einmal für viele Jahrzehnte Ruhe.

Reinhard Laser